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Eine Geste mit Gänsehaut-Moment

Eigentlich sollte im Dezember der kleine Igel mit seiner roten Mütze zu Besuch kommen und die Kinder beim jährlichen Puppentheater von der Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden (IG) mit einer Geschichte erfreuen. Pustekuchen dank Corona. Doch Andrea Stoykow von Moving Puppets schaute trotzdem in Klein Borstel vorbei, und das aus einem schönen Grund.

 

Die aktuelle Situation, ausgelöst durch Corona, trifft besonders die Kulturbranche mit voller Wucht. Künstlerinnen und Künstler können nicht auftreten, gebuchte Engagements werden storniert, nicht wenige bangen um ihre Existenz. Auch Andrea Stoykow ist davon betroffen. Seit 1987 hat sie sich leidenschaftlich dem Puppenspiel

verschrieben, in den vergangenen 11 Jahren sogar Vollzeit und hauptberuflich. Auch die

Kinder in Klein Borstel durften sie zum jährlichen Weihnachtstheater schon im Gemeindehaus kennenlernen – und dieses war natürlich auch 2020 geplant, dem Jahr, in dem so vieles anders ist als sonst. Auch wenn es schwerfiel, blieb den Verantwortlichen bei der IG keine andere Wahl, als das Puppentheater abzusagen. Doch man traf genauso fürsorglich die Entscheidung, Andrea Stoykow dennoch ihr Honorar zu bezahlen. „Wir haben das in der IG auf unserer letzten Sitzung besprochen und sehr schnell entschieden, dass wir hier ein klares Zeichen setzen möchten. Die Kunst- und

Kulturszene ist in unserem Land genauso wichtig wie Geschäfte und Firmen. Das ist unser kleiner Beitrag, den wir zur Unterstützung hier leisten können,“ sagt Britta Maschek, die 2. Vorsitzende der IG. Für die Puppenspielerin, die mit ihrem Figurentheater sonst jährlich bis zu 120 Vorstellungen in fast ganz Norddeutschland

spielt, war diese Information ein echter „Gänsehaut-Moment“, wie sie sagt und das Geld in der aktuellen Situation eine große Hilfe, für die sie sich natürlich bei Britta Maschek und der gesamten IG bedankt. Sie berichtet: „Es gibt noch ein paar Kindergärten, in denen ich – alles mit den nötigen Abstandsregeln – vor wenigen Kindern spielen kann, aber das ist finanziell nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Meiste wurde abgesagt.“ Doch es ist nicht nur das Geld, das fehlt. „Mein Beruf, das ist ja auch die Interaktion mit den Kindern, das Lachen miteinander und das Leuchten in den

Augen. All das kann gerade nicht wirklich stattfinden. Es sind deutlich weniger Kinder als Publikum, die in größerem Abstand zueinander und zu mir da sitzen. Das ist eine andere Atmosphäre. Da fehlt was“, berichtet sie und ergänzt mit einem Schmunzeln:

„Und Stoßlüften ist auch irgendwie schwer in eine Geschichte einzubauen.“ 

 

Im Frühjahr, als die erste Welle den Lockdown brachte, konnte sie sich mit Online-Seminaren über Wasser halten, denn Andrea Stoykow ist auch Dozentin für die Grundlagen im Puppenspiel in der Sprachförderung im Fortbildungsangebot verschiedener Träger und Einrichtungen. Aber ihre Liebe gilt dem Puppenspiel auf

ihrer Bühne. Rund 100 verschiedene Figuren hat sie – einige davon selbst gebaut.

Sie berichtet allerdings lachend: „Ich bin beim Puppenbau kein echtes Talent. Das

sind schon alles Spezialanfertigungen, die einen Profi benötigen. Genauso wie

die Teile für die Bühne. Deswegen kaufe ich hier schon das Meiste.“ Die Stücke, die

sie spielt, schreibt sie zum Teil selber, zum Teil entwickelt sie sie aus Vorlagen oder

Klassikern, wie dem von Rudyard Kipling: “Wie der Elefant zu seinem Rüssel kam.”

Bei der Regie bekommt sie häufig erfahrene Beratung von Wolfgang Buresch, der

in den 70er Jahren wesentlich das Kinderprogramm der ARD durch die Produktion

so bekannter Serien wie Hase Cäsar oder Plumpaquatsch prägte. Das Puppenspiel, so betont Andrea Stoykow, ist aber nicht nur Unterhaltung für Kinder, „es kann auch eine zweite Achse sein, um in Bildung und Therapie Dinge zu unterstützen.“ Und so hat sie auch schon Inszenierungen verschiedener Theaterstücke z.B. in Zusammenarbeit mit der Polizei zur Gewalt- und Verkehrsprävention für Schulen entwickelt.

 

Für 2021 hofft die Puppenspielerin das, was sich alle wünschen: „dass wir irgendwann

zur Normalität zurückkehren können. Und dass ich meinen Beruf wieder voll ausüben kann, denn ich habe einen tollen Beruf, um den mich viele beneiden. Man wird damit nicht reich, aber was kann man sich als Künstlerin Schöneres wünschen, als immer ein gespanntes, begeistertes Publikum zu haben, das einem 1 zu 1 sofort Feedback gibt – Kinder eben.“ Und während sie das sagt, kann man erkennen, dass Andrea Stoykow hinter ihrer Maske sehnsuchtsvoll lächelt.

Text: Eva Drechsler-Györkös,

Fotos: Ilka Mamero / Moving Puppets

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Ihre Einkaufswelt in Klein Borstel

Wir sind die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden in Klein Borstel e.V. – kurz IG genannt – ein Zusammenschluss von fast 30 Geschäftsleuten und Dienstleistern im Stadtteil. Auf unserer Webseite präsentieren wir uns und unsere Angebote. Dazu erfahren Sie etwas über den schönen Stadtteil Klein Borstel, der am idyllischen Alstertal zwischen Ohlsdorf und Wellingsbüttel liegt. Mit aktuellen Veranstaltungstipps möchten wir Sie auf dem Laufenden halten.

 

Unsere kleinen, inhabergeführten Geschäfte vor Ort bieten fast alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt - und sogar noch ein bisschen mehr. Service wird in Klein Borstel noch groß geschrieben, Angebot und Nachfrage stimmen wir gerne mit Kundenwünschen ab.

 

Im Mitgliederverzeichnis finden Sie alle Geschäfte und Dienstleister der IG Klein Borstel – teilweise auch noch mit einer verlinkten eigenen Seite. Stöbern Sie doch einfach mal durch unsere Geschäftswelt und schauen, was für Sie oder Ihren nächsten Einkauf zu finden ist.

 

Hier gibt es viele kleine und größere Geschäfte, qualifizierte Dienstleister und kompetente Ärzte. Von A bis Z: Ob Apotheke, Ärzte, Bäcker, Friseur, Gastronomie, Makler, Sparkasse, Zahnarzt oder vieles mehr - alles ist zu Fuß und bequem erreichbar.

 

Unser Stadtteil bietet die Möglichkeit, in einem beschaulichen Umfeld zu leben – und das mitten in der pulsierenden Großstadt Hamburg. Für viele Familien gehört seit Generationen auch das persönliche Einkaufserlebnis zum Wohlfühlpaket. Wenn Sie nicht in Klein Borstel wohnen, freuen wir uns über Ihren Besuch, um uns kennenzulernen. Sie erreichen uns bequem per S-Bahn (Linie S1). Wenn Sie am Bahnhof Kornweg aussteigen, sind Sie gleich mitten drin in unserer Einkaufswelt.

 

Damit Klein Borstel auch weiter das attraktive Wohn- und Einkaufsquartier bleibt, das es ist, sind wir von der IG für Sie aktiv. Mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen sorgen wir über das Jahr für das Gemeinschaftsleben der Menschen im Stadtteil. Dazu gehören die Dorfbepflanzung im Frühjahr, der große Sommer-Flohmarkt und das Kindertheater mit Besuch vom Nikolaus im Dezember. Im Winter lassen wir übrigens die Gehwege vor den Geschäften von Schnee räumen, damit Sie sicher zum Einkaufen kommen.

 

Für neue Ideen und Ihre Wünsche sind wir immer offen. Sprechen Sie uns gerne an!